JOSEPH SCHELE,
1973
"Kunst ist
nicht gleich Gestaltung, und Gestaltung fängt nicht erst
bei der Kunst an.
Kunst kann sich negativen wie positiven Aussagen zuwenden (...).
Gestaltung dagegen kann nur in der Bejahung, in der Hinordnung
und damit in der Befreiung der Dinge und des gesamten Lebensraumes
gelingen, in der Eingliederung der Einzeldinge in einen Gesamtzusammenhang,
der nicht statisch übergeordnet, sondern eine lebendige
Geschichte ist.
Gestaltung ist ein fortdauernder im täglichen Leben stehender
Prozess."

Raumrelief, 1968, Holz bemalt
JOSEPH SCHELE
- Biographie
20.9.1932
geboren in Edelitz bei MARIA-THANN, Hergatz
1939-1947
Volksschule in Maria-Thann, erste Schnitzarbeiten bei Holzbildhauer
Karl Kresser in Eglofs
1948-1951
Schreinerlehre bei Max Schiebel in Wangen
ab 1951
bei Holzbildhauer Georg Gebart in Isny ab 1957 Wechsel in die
Restaurierungswerkstätte Josef Schugg in Kimratshofen
1959-1965
Kunststudium an der Kunstakademie in MÜNCHEN, Meisterschüler bei Prof. Josef
Henselmann
1963
Studienaufenthalt in Paris. Begegnung mit Zadkine und Giacometti
1965
eigenes Atelier in Allach bei München
14.4.1966
Heirat mit Sophie, geb. Stiegeler. Kinder: Judith und Johannes
1966
Begegnung mit der Katholischen Integrierten Gemeinde, der er
bis zum Tod angehörte
1969
Ausstellung der Skulpturenreihe "Raumreliefs" in München,
Eintritt in das Architekturbüro Alexander Freiherr von Branca
1973-1996
Vorwiegende Tätigkeit als Architekt und Innenarchitekt ;
Entwürfe für Aus-, Um- und Neubau von Häusern,
Wohnungen, Gewerbe, Immobilien und kirchlich genutzten Räumen
in München und Umgebung, Hagen/Westfalen, Paderborn, Emsdetten
bei Münster, Wangen im Allgäu, Rom, Metela und Mikese/Tansania,
zahlreiche Entwürfe zu Möbeln und Lampen, bildhauerische
Tätigkeit für Grabsteine und Kreuze
1996-1997
Atelier in Wolfesing bei München
ab 1997
Atelier in der Villa Cavalletti bei ROM. Intensive Schaffensperiode vor allem Bildhauerarbeiten
und graphische Werke
25.6.2004
gestorben in seinem Atelier in der Villa Cavalletti bei Rom

Zerlegbarer Tisch mit Chromgestellen, 1970,
Massivleisten und Resopal beschichtete Platten
Öffentliche
Führungen
mit Dr. Aloys Wilmsen
Donnerstag,
12. Januar, 18 Uhr
Sonntag, 22. Januar, 11 Uhr
Sonntag, 12. Februar, 11 Uhr
Donnerstag, 1. März, 18 Uhr
Sonntag, 18. März, 11 Uhr
Führungen
für Gruppen, Schulen und Kindergärten sind auch außerhalb
der Öffnungszeiten auf Anfrage möglich.
Öffnungszeiten
Di - Fr, So, Feiertage 14-17 Uhr und Sa 11-17 Uhr
Ausstellungsort
Lange Gasse 9, 88239 Wangen im Allgäu
Eintrittspreise
Erwachsene EUR 2,50, ermäßigt EUR 1,50. Frei für
Kinder bis 10 Jahre und Wangener Schulklassen
Kombi-Karte
für Städtische Galerie und Städtische Museen vom
1. April bis 31. Oktober
EUR 3,50, ermäßigt EUR 2,00 |
Die Städtische Galerie In
der Badstube
lädt Sie ein zur Eröffnung der Ausstellung
JOSEPH
SCHELE
Zeichner Architekt Designer Bildhauer
1932 Edelitz bei Maria-Thann
2004 Villa Cavalletti bei Rom
Sonntag, 8. Januar 2012,
11 Uhr
Begrüßung
Michael Lang
Oberbürgermeister der Stadt Wangen im Allgäu
Einführung
Dr. Aloys Wilmsen, Maria-Thann
Bruno Alber, München
Musik
Cordes con brio
Birgit Fuchs und Hans Greißinger
Zeichner Architekt
Designer Bildhauer

Joseph Schele um 1980

Atelier in der Villa Cavalletti, Rom, 2004

Haus Elitz, 1977

Kirche Mikese, Tansania, 1992
Mit der Retrospektive
würdigt die Städtische Galerie In der Badstube das
Werk eines bedeutenden Gestalters aus Edelitz bei Maria-Thann,
dessen holzbilhauerische Wurzeln in Eglofs, Wangen und Isny liegen.
Über das Kunststudium in München führt ihn der
Weg in das Münchner Architekturbüro von Alexander Freiherr
von Branca, wo er als Architekt und Innenarchitekt u.a. am Entstehen
der Olympia Pressestadt (1969-1972), der Neuen Pinakothek (1981)
und des Priesterseminars in Augsburg (1987) beteiligt ist.
Für sein Wirken in der Region stehen beispielsweise der
Innenausbau der Pumpenfabrik Wangen (1973), das Gemeinschaftswohnhaus
in Wangen-Elitz (1977) und der Innenausbau des Hauses Gegenbaurstraße
24 in Wangen (1992). 1966 begegnet Joseph Schele in München
der Katholischen Integrierten Gemeinde (KIG), die für sein
weiteres Leben entscheidend wird.
1997 übersiedelt er in die Villa Cavalletti, eine Akademie
der KIG bei Rom, die er eigens gestaltet. Von hier kommen zahlreiche
Leihgaben in Form von Möbeln, Kohlezeichnungen, Skulpturen
und Raumreliefs. Weitere Werke stammen aus dem Wolfesinger Atelier
und aus Privatbesitz.
Sie bespielen die Galerie In der Badstube im Sinne eines Gesamtensembles
aus Raum- und Wandarbeiten. Ihr Stil zeichnet sich durch eine
für Joseph Schele charakteristische Schlichtheit in steter
Ehrfurcht gegenüber der Schöpfung aus.

Ohne Titel, 1998, Kohle auf Papier

Raumrelief, 1972, Gips bemalt
Weitere Informationen
erhalten Sie in der Geschäftsstelle
der Städtischen Galerie
Marktplatz 11- D-88239 Wangen im Allgäu
Telefon 07522 / 74 242 - Telefax 07522 / 74 243
Internet: www.galerie-wangen.de |